27. Juli 2026
Auslandspraktikum auf Kreta – Fünf Wochen voller neuer Erfahrungen
Fachlich lernen. Persönlich wachsen.
Im zweiten Ausbildungsjahr der Physiotherapie hatten wir, Melissa und Linus, die Möglichkeit, über Erasmus+ ein Auslandspraktikum auf Kreta zu absolvieren. Vom 27. April bis zum 29. Mai 2026 sammelten wir in zwei ambulanten Physiotherapiepraxen wertvolle fachliche und persönliche Erfahrungen. Organisiert wurde unser Aufenthalt gemeinsam mit der Organisation „Azubimobil“.
Schon am ersten Tag wurden wir in unseren Praxen herzlich aufgenommen. Obwohl wir kein Griechisch sprechen, funktionierte die Verständigung mit unseren Englischkenntnissen sehr gut. Zusätzlich konnten beide Praxisinhaber Deutsch sprechen, sodass die Sprachbarriere für uns kein Problem darstellte.
Auch die Patientinnen und Patienten begegneten uns offen und freundlich. Dadurch fanden wir schnell in den Praxisalltag und fühlten uns von Anfang an willkommen.
In den ersten Tagen verschafften wir uns einen Überblick über die Arbeitsabläufe und lernten die Besonderheiten der physiotherapeutischen Versorgung auf Kreta kennen. Dabei wurden schnell Unterschiede zum Arbeitsalltag in Deutschland deutlich. Besonders auffällig waren die längeren Therapiezeiten von 30 bis 90 Minuten – in Deutschland dauern Behandlungen meist 20 bis 30 Minuten. Auch die Arbeitszeiten unterschieden sich: Auf Kreta wird in der Regel von 9:00 bis 14:00 Uhr sowie von 17:00 bis 21:00 Uhr gearbeitet.
Während unseres Praktikums konnten wir verschiedene Behandlungsgeräte und Therapieansätze kennenlernen und anwenden. Durch die enge Zusammenarbeit und Hospitationen bei erfahrenen Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten gewannen wir viele neue fachliche Einblicke. Diese Erfahrungen werden uns auf unserem weiteren Berufsweg sicherlich begleiten.
Neben der Arbeit blieb auch Zeit, die Insel zu entdecken. An den Wochenenden nahmen wir an Ausflügen unserer Organisation teil und erkundeten Kreta auch auf eigene Faust. Die abwechslungsreiche Landschaft mit ihren Bergen und der beeindruckenden Küste machte jeden Ausflug zu einem besonderen Erlebnis.
Unsere Unterkunft befand sich in der Inselhauptstadt Heraklion. So konnten wir das Leben in der lebendigen Stadt hautnah erleben – mit ihren Museen, der griechischen Küche, den vielen Cafés und der herzlichen Art der Menschen.
Die fünf Wochen auf Kreta haben uns nicht nur fachlich, sondern auch persönlich bereichert. Der Aufenthalt in einem fremden Land bedeutete, sich immer wieder auf neue Situationen einzulassen und über sich hinauszuwachsen. Rückblickend sind wir sehr dankbar für diese Erfahrung und die vielen Eindrücke, die wir mit nach Hause nehmen konnten.
Wir können jedem und jeder Auszubildenden empfehlen, die Möglichkeit eines Auslandspraktikums wahrzunehmen. Es ist eine einmalige Chance, neue Perspektiven kennenzulernen und sich sowohl beruflich als auch persönlich weiterzuentwickeln.